5 Projekt Campus Management
5.5.1 Qualitative Unterschiede
5.5.1.1 Test ohne Buchungen
Tests ohne Buchungen werden durchgeführt, um für eine längere Zeit das System unter Last zu setzen, um das Seitenverhalten abhängig von der Nutzerzahl zu erfassen. Der Vorteil dieser Tests ist, dass ein spezifischer Nutzer unbegrenzt oft seine Aktionen ausführen kann, da sich der Grundzustand des Nutzers nicht verändert.
Dazu werden die Testfälle in ebenfalls zwei Kategorien unterteilt:
- Nutzer ohne bisherige Modulanmeldung, die den Prozess der Anmeldung zu einem Modul bis zur Bestätigungsseite ausführen, diese aber nicht abschicken.
- Nutzer mit Modulanmeldung, die Lehrveranstaltungen auswählen, diese aber ebenfalls am Ende nicht bestätigen.
Der Nachteil dieser Tests, es werden keine Buchungen im System durchgeführt. Dies erzeugt natürlich weniger Last, als die realistischen Abläufe.
5.5.1.2 Test mit Buchungen
Tests mit Buchungen werden ebenfalls in zwei Kategorien unterteilt:
- Tests mit Buchungen und nur einmalige Ausführung jedes Nutzers. Diese Tests dienen zum Testen des Verhaltens des Warenkorbes. Da dieser durch diese Tests gefüllt wird.
- Tests mit Buchungen und zusätzlichem Herstellen der Ausgangsvoraussetzung (d.h. Löschen der gebuchten Lehrveranstaltungen und Module). Dies erlaubt ebenfalls wieder ein mehrmaliges Ausführen der Aktionen eines Nutzers. Es wird den Warenkorb aber niemals füllen, da alle Aktionen wieder rückgängig gemacht werden.
Der Vorteil dieser Tests besteht darin, dass das System vollständig getestet wird, indem auch Buchungen im Warenkorb ausgeführt werden.
5.5.2 Quantitative Unterschiede
Alle oben genannten Tests unterscheiden sich weiterhin in der Anzahl der parallel ablaufenden Nutzer-Prozesse.
- Geplant sind mehrere Tests mit 100, 300, 500 und 1000 Nutzern.
- Die Tests werden jeweils zwei Stunde laufen. Ausgenommen sind die Test, die Buchungen ausführen und diese nicht zurücksetzen. Diese werden genau eine Iteration ausgeführt. Achtung: Hiernach müssen alle Warenkörbe wieder gelöscht werden, um für die folgenden Tests wieder die Ausgangsdaten zu haben.
- Während der Tests werden manuelle Abläufe durchgeführt, um ein subjektives Verhalten des Systems zu erfassen.
Treten unvorhersehbar schlechte Ergebnisse auf, folgen weitere Tests mit weniger Nutzern, um die Grenze für parallele Nutzer genauer zu definieren.
Konnte der Test mit 1000 parallelen Nutzer ohne ersichtliche Probleme durchgeführt werden, so wird der Test mit einem verlängerter Zeitraum wiederholt ( ca. 5 Stunden ) und anschließend die Nutzerzahl weiter erhöht.
Optional:
Testläufe werden ebenfalls noch einmal durchgeführt, während im Hintergrund Berechnungen oder Backups gefahren werden. Die Auswahl der Test wird erst nach einer ersten Analyse der obigen Tests festgelegt.
5.5.3 Lokale Unterschiede
Die Testszenarios werden an verschiedenen Punkten im Netzwerk abgespielt. Durch diese lokalen Unterschiede, können durch schrittweise Entkopplung einzelner Systembereiche und Vergleich der Testergebnisse, Engpässe gefunden werden.
Für die Tests sind folgende Netzeinstiegspunkte definiert:
- i. Extern - außerhalb des FU-Netzes
- ii. FU-weit - PC-Pool in der Informatik
- iii. Mittel - SBK-Clients
- iv. Intern - SAP CM-Server-Welt
Performancetest Bottleneck Testtool Mercury Virtuelle User Testverfahren Black box test White box test Grey box test testnutzer Virtuelle User Lasttest




