2 Performance

2.1 Begriffsdefinitionen

2.1.1 Performance

In der Informatik wird Performance als allgemeiner Ausdruck für die Leistung eines Systems, welches Hardware, Software oder auch nur ein einzelner Algorithmus sein kann, benutzt. So unterschiedlich die Komponenten sein können, so unterschiedlich sind auch die möglichen Parameter die zur Bestimmung von Performance herangezogen werden.

Oft wird der Datendurchsatz als Schlüsselparameter gewählt, d.h. als Maß für Performance ist die Menge der Daten, die in einer bestimmten Zeit verarbeitet werden, relevant. Dies trifft zum Beispiel für Schreib- und Lesegeräte zu.

Bei Webanwendungen sind andere Parameter wichtig. Das entscheidende Kriterium ist die Zeit die ein Nutzer warten muss, bis er das Ergebnis seiner Anfrage erhält. Diese Antwortzeit setzt sich aus mehreren Teilen zusammen.

Antwortzeit = Browserantwortzeit + Netzwerkantwortzeit + Serverantwortzeiten

Die Antwortzeit kann sich bei einer hohen Zahl an gleichzeitig verarbeiteten Nutzern erhöhen, da Netzwerkantwortzeiten und Serverantwortzeiten durch hohe Last steigen.

Als Maß für die Performance eines Systems darf also nicht nur die Antwortzeit allein betrachtet werden, sondern muss immer im Zusammenhang mit der gleichzeitig verarbeiteten Nutzeranzahl gesehen werden.

Doch letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen, welche Abstraktionsebene er wählt, um die Anforderung an ein System zu definieren und welche Parameter er dafür auswerten muss.

2.1.2 Lasttest

Lasttests werden bei Softwareprojekten durchgeführt, bei der eine Nutzerlast erwartet wird, die das Verhalten des Systems beeinträchtigen kann. Ein Lasttest erzeugt eine hohe Systemlast, die entweder durch Simulation von vielen parallelen Nutzern oder durch schnelles Wiederholen von Prozessen oder Aktionen eines Nutzers erzeugt wird. Lasttests laufen über einen längeren Zeitraum. Während dieser Tests werden die Zeiten gemessen, die das System für Benutzeranfragen benötigt, wobei eine festgesetzte Nutzerzahl die parallel auf das System zugreift, eingehalten wird. Durch diese Tests wird die Zuverlässigkeit des Systems geprüft. Weiterhin kann das Ergebnis als Nachweis für die Einhaltung oder Nichteinhaltung nicht funktionaler Abhängigkeiten genutzt werden.

2.1.3 Stresstest

Im Gegensatz zum Lasttest gibt es beim Stresstest keine festgesetzte parallele Nutzerhöchstzahl, sondern das getestete System soll an seine Grenzen gebracht werden. Die Belastung wird in einem kurzen Zeitraum so lange erhöht, bis funktionale Fehler auftreten oder eine definierte Performancegrenze dauerhaft überschritten wird.

2.1.4 Benchmark-Test

Unter Benchmark-Tests versteht man Vergleichstests, mit denen die Leistung von CPUs, elektronischen Komponenten und Geräten sowie von Software unter Anwendungs- und Grenzbedingungen mit Hilfe eines Bewertungsprogramms untersucht werden. Es ist ein Maßstab zum Vergleich der Leistungsfähigkeit verschiedener Datenverarbeitungsanlagen. Um ihre Vergleichbarkeit nicht auf die Gegenüberstellung rein technischer Leistungsangaben zu beschränken, wird durch Benchmark-Verfahren die Durchlaufzeit von mehreren Jobs, speziell in der Simultanverarbeitung, gemessen und beurteilt." [4]

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